Für bessere Radinfrastruktur entlang der Salzdahlumer Straße

Heute haben, trotz Herbstwetter, über 50 Personen an unserer Aktion an der Salzdahlumer Straße teilgenommen. Ohne längere Staus sperrte die Polizei ab 9:57 Uhr für 16 Minuten einen Abschnitt der Salzdahlumer Straße, sodass wir hier unsere Aktion abhalten konnten.

Unser Ziel war es, die Flächenbedarfe von verschiedenen Verkehrsmitteln zu verdeutlichen und gleichzeitig auf die laufenden Planungen für den Stadtbahnausbau entlang der Salzdahlumer Straße aufmerksam zu machen.

Erklärtes Ziel der Stadt ist es hierbei, die Situation auch für Fußgänger und Radfahrende zu verbessern – aufgrund der beengten Platzverhältnisse (gerade unter den Brücken) gibt es aber aktuelle Überlegungen, nur einen Radweg für beide Richtungen gemeinsam einzuplanen. Der ohnehin schon im Vergleich zur Straße völlig unzureichende Zustand mit schmalen Radwegen, gefährlichen Bordsteinkanten und Dunkelheit unter den Brücken würde so noch verschlechtert. Zwar wäre der bauliche Zustand der Radwege besser als vor der Sanierung, doch in eine Richtung müsste der Radverkehr mindestens zwei zusätzliche Ampeln queren – mit entsprechendem Zeitverlust.

Zugegeben, ähnliche Aktionen haben auch schon andere vor uns gemacht. Hier zum Beispiel.

 

Ein „Auto“ alle 7m war der Plan, insgesamt ca. 40 Autos, die hier im Bild Platz gefunden hätten. Einige Grüppchen im hinteren Bildteil kann man auch als ein gemeinsames Auto zählen.

 

 

Dann ein versinnbildlichter Bus, mit ca. 50 Personen haben wir sogar eine einigermaßen realistische Zahl Fahrgäste auf dem Foto.

 

Und zum Schluss, ein Radfahrstreifen, auf ca. 1/4 der Standfläche die die „Autos“ im ersten Bild eingenommen haben.

 

Die Salzdahlumer Straße ist für den Radverkehr besonders wichtig, denn sie ist die direkteste Verbindung aus den Stadtteilen Bebelhof, Heidberg, Südstadt und Mascherode in die Innenstadt. Diese Stadtteile liegen in einer fürs Radfahren bequemen Entfernung zur Innenstadt. Wer bspw. mit dem Fahrrad von dort pendeln will, kann die Salzdahlumer Straße nur über Umwege vermeiden. Gute Fahrradinfrastruktur ist dort besonders wichtig.

 

Unter den Brücken sind die Radwege schmal, düster und die steilen Kanten zum Bürgersteig hin, wo Sturzgefahr besteht, wollte die Stadt dieses Jahr eigentlich entschärft haben. Zudem sind die Radwege durch Tauben dort völlig verdreckt.

Zum Schluss noch ein Detailbeispiel, mit welcher Infrastruktur Radfahrerinnen und Radfahrer heute auf diesem, für den Verkehr zum Heidberg, der Südstadt, Bebehlhof und Mascherode wichtigen Abschnitt konfrontiert werden:

Viel zu schmal, enge Kurven, gelegen in der Ein- und Ausstiegszone der Bushaltestelle, kein bzw. zu geringer Abstand zu den Schildern, kein separater Gehweg. So sehen Teile des Radweges an der Salzdahlumer Straße heute aus.

 

 

Pressespiegel

Auch die Presse hat über die Aktion berichtet.

Braunschweiger Zeitung: „Demo in drei Akten für eine fahrradfreundliche Stadt“

Regionalheute.de: „Salzdahlumer Straße: ‚Verkehrsraum fairer verteilen'“  (Sogar mit Video)

4 Gedanken zu „Für bessere Radinfrastruktur entlang der Salzdahlumer Straße“

  1. Über 50 Personen? die Lügenpresse berichtete sogar 60! Ihr könnt offenbar nicht mal die Leute in dem ersten Bild da oben zählen, das sind nämlich ca 44, zuzüglich der Reporter und Fotografen kommt man vielleicht gerade so mal auf 50. Am Rande des Geschehens warteten noch ein paar Leute umsonst auf den Bus, der ja leider dack Euch Helden über den Zuckerbergweg umgeleitet wurde. Wurden die auch noch dazu gezählt um „über 50 Teilnehmer“ zu ermitteln?
    Übrigens fahren gerade am Leonhardplatz die Autos wieder in den Radfahrstreifen und blockieren, gefähren die Radfahrer, wie wäre es dann dort mit einer Demo, um auf die alltäglichen Radfahrprobleme hinzuweisen? Die Stadt BS macht nämlich seit 4 Jahren trotz mehrfacher Meldung durch verschiedene Radfahrer nichts dagegen, ignoriert das Problem. Frau Rosch, Sie wohnen doch da um die Ecke, kennen Sie das Problem am Leonhardplatz etwa nicht?

    1. Ach ja, ein anerkannter Troll versucht sich Gehör zu verschaffen. Traurig, dass Du nicht dazu stehst, was Du hier von Dir gibst. Zumal nicht einmal alles, von dem was Du schreibst, völlig verkehrt ist.

      Es ist ganz sicher so, dass unsere Aktion an der Salzdahlumer Straße nicht von jedem gutgeheißen wurde. Auch von Menschen, die gerne und viel mit dem Fahrrad unterwegs sind, darf gerne Kritik kommen. Wir sind dafür offen – solange sie konstruktiv ist. Doch „Lügenpresse“ für die Braunschweiger Zeitung und Dein Trolldasein ist ganz sicher nicht konstruktiv.

      Ich selbst habe am Samstag keine Zeit gehabt und somit auch die Teilnehmer nicht zählen können. Ob es nun 44 oder mehr waren, empfinde ich tatsächlich sogar als völlig unerheblich. Es ging uns, der Bürgerinitiative, darum, auf einen neuralgischen Punkt aufmerksam zu machen. Im Moment ist die Salzdahlumer Straße in der Planung. Es soll dort die Stadtbahn langgeführt werden. Die Fläche des gesamten Straßenraumes dort ist sehr gering. Kommt die Stadtbahn auf eigener Trasse – und daran sind Zuschüsse gekoppelt -, werden andere Verkehrsteilnehmer weniger Platz zur Verfügung bekommen. Schon heute ist es extrem eng für Radfahrer und Fußgänger dort. Ein Planungsvorschlag sieht nun nur noch einen Radweg auf der einen Straßenseite vor. Das bedeutete, dass Radfahrer die viel frequentierte Straße queren müssen, um an das Ziel auf der anderen Straßenseite zu gelangen. Das bedeutet weniger Komfort und Behinderung für die Radfahrer. Mit unserer Aktion wollten wir deutlich demonstrieren, wie viel Platz Autos wegnehmen und wie vorteilhaft es ist, wenn wir öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder kombinieren. Das mag uns nicht gelungen sein. Oder eben doch.

      Und ja, Du anerkannter Troll, ich wohne in der Nähe des Leonhardplatzes und ich habe mich schon sehr häufig dort echauffiert, weil ich dort sehr häufig unterwegs bin. Ich habe auch schon viele, viele Autofahrer angezeigt. Und bin traurig, dass es so gar keinen Effekt hat. Auch nicht, dass ich den Verkehrsbetrieben ein Foto geschickt habe, auf dem deutlich zu sehen war, dass ein Bus mehr als Zweidrittel des Fahrradweges überfahren hatte und kein Radfahrer mehr ohne Gefährdung vorbei kam. Die Ecke steht also sehr wohl bei mir auf der Agenda.

      So, Du Troll, trolle Dich oder schließe Dich uns an und werde konstruktiv. Mehr gibt es für mich nicht mehr zu antworten.

      1. Mit Meldungen und Anzeigen bei der Stadt BS ist das so eine Sache, egal was man meldet, die Stadt will es nicht wirklich ändern. Ich habe mit vielen Radfahrern gesprochen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wenn man die BZ zu solchen Themen aufmerksam liest findet man in entsprechenden Artikeln auch diese grundsätzlich ablehnende und zurückweisende Haltung der Stadtverwaltung gegenüber den einfachen Bürgern und Radfahrern wieder, es sei denn man verkauft z.B. Briefmarken oder Kleidung, dann ist der Einfluss wesentlich höher.
        Politiker haben vielleicht auch noch etwas mehr „Kraft“ hier was zu ändern, deshalb empfehle ich Ihnen, sich mehr mit den Parteien zu befassen und dort Wünsche zu äußern, Probleme anzuzeigen, wenn die Stadtverwaltung sich mal wieder auf stur stellt.
        Ihrer Initiative möchte ich als anerkannter Troll nicht beitreten, Trolle meiden das Licht und gesellschaftliche Zusammenkünfte, haben keine Sozialkompetenz, usw…..
        Nein, ich habe mich in den letzten rund 30 Jahren zu verschiedenen Themen genug engagiert und möchte einfach nicht mehr mitmachen. Zuletzt übrigens bei der Critical Mass, an der ich etwa vier Jahre teilgenommen habe, nun aber die Nase voll habe von den besonderen Kräuterzigarettendüften, Promille-Torkelradlern, rücksichtslosen Kampfradlern, zu lauter Musik.
        Ich wünsche Ihnen dennoch Erfolg, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch,
        Ihr anerkannter Troll.

  2. Lieber Unbekannter,
    mal ganz generell was zum Thema Teilnehmerzahl. Warum werden eigentlich die Befürworter von mehr Fahrradverkehr immer daran gemessen viele Menschen sie auf die Straße zu bringen?
    Was meinst du wie viele Menschen einem Aufruf zur Demonstration für mehr Autoverkehr zum Beispiel in der Salzdahlumer Straße gefolgt wären? Einer Demonstration für mehr Stickoxide, mehr Feinstaub, mehr Verkehrslärm, noch schnellerem Klimawandel!

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