Fahrradklimatest des ADFC: mitmachen bis 30.11.

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Wie in jedem zweiten Jahr ruft der ADFC zum Mitmachen beim Fahrrad-Klimatest auf. Noch bis zum 30. November 2020 kann man sein Votum für die eigene Stadt abgeben unter https://fahrradklima-test.adfc.de

Die Vorsitzende des ADFC Braunschweig, Susanne Schroth, betont die Bedeutung der Umfrage. Es sollen möglichst viele Leute teilnehmen, damit ein aussagekräftiges Ergebnis dabei herauskommt. Das Ergebnis wiederum dient als Barometer und ist eine gute Voraussetzung für alle Gespräche in Politik und Verwaltung.
Braunschweig eignet sich mit seiner flachen Topographie und seinen mittellangen Strecken gut fürs Radfahren. Und auch der Ratsbeschluss im Juli mit dem großen Ziel der Förderung des Radverkehrs macht Hoffnung. Dennoch passiert für viele Menschen noch zu wenig oder es geht zu langsam voran. So wurden zum Beispiel in diesem Frühjahr trotz großen Anstieg des Radverkehrs keine Fahrspuren übergangsweise als Radwege freigegeben, auch nicht an überlasteten Stellen wie auf dem Bohlweg. Das Votum von Bürgern zur Umwandlung einer einzigen Fahrbahn in einen Radstreifen wurde von der Verwaltung abgeschmettert mit Verweis auf zukünftige Planungen.

Diese Einschätzung deckt sich mit einer Stichprobe zu Radwegbreiten die der Allgemeine Deutsche Auto Clubs ADAC, der Radwege in deutschen Landeshauptstädten überblicksweise untersucht hat (15.10.2020 ADAC).
Das Ergebnis: nur jeder sechste Radweg ist gut oder sehr gut. Fast ein Viertel ist mangelhaft oder „sehrmangelhaft“, die Hälfte „ausreichend“ bezeichnet. „Ausreichend“ bezeichnet Wege, die minimale Breite von 1,60m auf mehr als 7 von 10km nicht unterschritten wird.
„Ausreichend“ sind viele Braunschweiger Radwege wie am Ring oder in Einfallstraßen lange nicht, hier bleibt nur das Prädikat „mangelhaft“. Es bleibt viel zu tun.

Ergebnis des Tests Radwegbreiten in Landeshauptstädten, Quelle: ADAC 2020

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