Pop-Up-Bike-Lane “Der Grüne Weg” Hagenmarkt bis Bohlweg

Radfahrer*innen haben bereits das Klima geschützt, als nur sehr, sehr wenige Menschen wussten, dass es eine globale Erderwärmung gibt.

Wenn es die Corona-Lage zulässt, werden Fridays for Future, der ADFC und die Gewerkschaft ver-di am 30. April die FAHRRAD-DEMO “Der grüne Weg” durchführen. Hierbei handelt es sich um einen Radweg, eine vom Autoverkehr abgetrennte Fahrspur für Fahrräder, zwischen Kaiserstraße und Bohlweg. Der Radweg wird den Nutzern genügend Platz bieten, um unbeschwert und mit sicherem Gefühl das Radfahren zu genießen.

„Der grüne Weg“ ist ein Protest gegen die in Braunschweig vielfach zu engen Radwege und Kreuzungsführungen, bei denen die Radfahrenden ungeschützt dem Autoverkehr ausgesetzt sind.

Die Politik hat Zusagen an Fridays for Future gemacht, sich für die Senkung des CO₂-Ausstoßes im Verkehrsbereich einzusetzen. Wir fordern die Einhaltung dieses Versprechens. Doch die Verkehrswende ist nur zu schaffen, wenn man das Fahrrad stärkt und endlich Radinfrastruktur gebaut wird, die die Menschen auch benutzen mögen.

Wie es nicht geht: Immer mehr Kreuzungen so umbauen, dass Radfahrende auf die Fahrbahn in den Autoverkehr geleitet werden. Von Autos umtost soll man dort warten, bis man abbiegen darf und ist nur durch Markierungen „geschützt“. Hat mich der LKW auf der Spur neben mir gesehen? Wird er bremsen und mich vorbeifahren lassen? Wir fordern: Sichere Radwege und Schutzinseln an Kreuzungen! Auch Kinder ab 8 Jahren sollen sicher Rad fahren können. Dann ist es sicher genug für alle. Nur so ist die Verkehrswende zu schaffen.

Corona-Konzept

An der frischen Luft ist es sichersten, weil es ständige Belüftung gibt. Damit jedoch darüber hinaus ausreichende Sicherheitsabstände eingehalten werden sieht unser mit der Stadt abgestimmtes Hygienekonzept vor, dass nur je 60 Radfahrende gleichzeitig an der Demo teilnehmen können, wobei unsere Ordner die Einhaltung sicherstellen werden. Die Verstaltung ist als Demonstration bei der Stadt offiziell angezeigt.

Hintergrund

Hagenmarkt

In den nächsten Jahren will die Stadt den Hagenmarkt komplett umbauen. Fahrspuren sollen entfallen, der Fuß- und Radverkehr mehr Platz bekommen und eine neue Bahnhaltestelle entstehen.

Aktuell will die Stadt die geplante Radverkehrsführung noch überarbeiten. Das ist unseres Erachtens begrüßenswert, denn was seit 13 Jahren auf dem Bohlweg zu ständigen Konflikten und Beschwerden führt, kann nicht als Lösung für den Hagenmarkt dienen: Unauffällig markierte Schein-Radwege auf dem Bürgersteig bzw. auf dem Platz. In bisher präsentierten Gestaltungsentwürfen und dem Verkehrsgutachten von 2019 war dies jedoch so vorgesehen. Auch ampelfreies Abbiegen von Westen nach Süden (so wie heute) war nicht mehr vorgesehen, obwohl es einfach umzusetzen ist.

Wir fordern, dass der Ratsbeschluss, mit dem unter anderen die bauliche Trennung des Rad- und Fußverkehrs beschlossen wurde, beim Hagenmarkt nun umgesetzt wird. Eine attraktive, zügige Radverkehrsführung “aus einem Guss” kann Radverkehr vom Platz auf die Radwege locken, damit dieser zu-Fuß-Gehenden vorbehalten bleibt. Unsere Vision für den Hagenmarkt sind Radwege nach dem Vorbild der Niederlande: Intuitiv, großzügig, effektiv vom Bürgersteig gegen unachtsames Betreten getrennt, mit einfachem Abbiegen und mit Querungsstellen für Fußgänger, die ohne Ampeln funktionieren.

Ort

Die Veranstaltung ist beendet.

Veranstaltungen

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