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Frank Tristram gestorben

Die Fahrradstadt Braunschweig und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Braunschweig sowie viele Aktive beim ADFC trauern um Frank Tristram. Der engagierte Mobilitätsexperte ist Ende März 2026 völlig unerwartet im Alter von 62 Jahren gestorben. Zuletzt war er als Vorsitzender im VCD aktiv. Nur Tage zuvor hatte er Pläne für das Jahr 2026 vorgestellt.

Das letzte Bild: Am 18.03.26 stellt Frank Tristram die Pläne für das Jahr 2026 vor. Tage später ist er nicht mehr da.

Frank Tristram gehörte zu den Initiatoren des Radentscheids Braunschweig und war an der Entstehung der Initiative Fahrradstadt entscheidend beteiligt. Auch Projekte wie der Braunschweiger Lastenlöwe gehen auf sein Engagement zurück.  Wiedererkennbarkeit und ein professioneller Auftritt waren ihm wichtig.

Der VCD und die Fahrradstadt Braunschweig verlieren mit Frank Tristram einen prägenden Mitstreiter und Impulsgeber. Wir werden ihn energiegeladen und vor Ideen sprudelnd in Erinnerung behalten.

Mit seinem Einsatz hat Frank die Entwicklung der Mobilität in Braunschweig in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgeprägt. Denn Stadtentwicklung ist ein dynamischer Prozess, der Öffentlichkeit, Diskussion und die Begeisterung für Neues braucht. Genau diese Öffentlichkeit zu erzeugen und die Menschen zu erreichen, das hat Frank wie kaum ein anderer vermocht.
Er war seit September 2020 als 2. Vorsitzender im VCD aktiv und setzte sich dank seines großen Fachwissens und klarer Positionen für eine nachhaltige Mobilität ein. Auch beruflich war er in diesem Bereich verankert und beriet Unternehmen, wobei er seine tiefe Expertise stets mit großer Leidenschaft in den Verein einbrachte. Seine Arbeit hatte er im Februar 2026 im Zukunftsdialog des VCD im Nachhaltigkeitszentrum vorgestellt.

Zudem war er ein gefragter Ansprechpartner in verkehrspolitischen Fragen. Er vernetzte Akteure aus Stadtgesellschaft sowie Fachwelt und vertrat die Positionen des VCD regelmäßig in den Medien. In öffentlichen Debatten hat Frank Tristram den VCD repräsentiert, zuletzt am 27.10.2025 zur Zukunft der Braunschweiger Innenstadt beim IHK Symposium der IHK in der BZ.  Dort riet er, etwas gemeinsam zu wagen und sich nicht von Angst vor Veränderung leiten zu lassen. Diesen Ausschnitt haben wir im Video festgehalten.

Frank Tristram als Vorsitzender des VCD am 27.10.25 bei “Zukunft der Innenstadt” im Medienhaus

“Mit Frank verlieren wir einen leidenschaftlichen und klugen Kopf, der die Mobilitätsdebatte in Braunschweig unermütlich vorangebracht hat”, sagt Christine Müller, Vorstandsvorsitzende beim VCD Braunschweig. “Sein Engagement, seine Ideen und seine verbindende Art werden uns sehr fehlen.”

Die Entwicklung einer lebenswerten Stadt lag ihm besonders am Herzen – in Braunschweig ebenso wie darüber hinaus. Obwohl er noch Mitte März angekündigt hatte, seine aktuelle Amtszeit im VCD-Vorstand im nächsten Jahr auslaufen zu lassen, wären seine Erfahrung und seine Verbindungen erhalten geblieben. In vielen der Planungen für das vor uns liegende Jahr sind seine Ideen enthalten. Vieles wird anders werden ohne ihn.

Es bleibt, an Franks verbindende Art zu erinnern, die dem Gegenüber immer Raum ließ. Denn die Gestaltung einer Stadt gehört in viele Hände. Für Frank war Stadtgestaltung immer auch ein soziales Gefüge. Das zeigte sich besonders auf Versammlungen: Er suchte ganz bewusst den Dialog mit Akteuren, die das Auto in der Stadt noch als Normalität betrachten und in kleinsten Änderungen Gefahren sehen. Statt auf Konfrontation zu setzen, hat er den Dialog gesucht.

Auf Wunsch der Familie haben nur einige wenige Mitstreiter Ende April Abschied genommen. Wir können nicht ermessen, welchen Schmerz es für die Familie bedeutet, mit der wir lose in Verbindung stehen. Die Zeit, die wir mit Frank erlebt haben, war etwas besonderes: Nicht nur für uns, und für die Stadtgesellschaft hin zu einer freundlichen zukunftsgewandten Stadt, auch für ihn. Die Worte bei der Trauerfeier über ihn sagten deutlich, wie sehr ihm das Künftige, das Ausprobieren und Verändern, was wir mit ihm teilten, am Herzen lag, es war sein Herzensthema. Er wollte nicht warten bis andere in die Gänge kommen, er wollte anpacken und gestalten. Nicht das Fertige, Perfekte war das Ziel, sondern die Lust am Verändern. Und wenn eine Idee scheitert, probier eine neue! So hat hat er auch andere begeistert. Frank war neben all der Arbeit, die wir gemeinsam bewältigt haben, ein angenehmer, freundlicher und umsichtiger Zeitgenosse, der die Gesellschaft anderer geliebt und gefeiert hat. Die Freude am anderen gibt er uns mit auf den Weg.

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