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Verwaltung will Fahrradstraßen einzeln auf Standard bringen – keine Durchfahrtsbeschränkungen

Die Stadtverwaltung hat am 20.08.2025 einen Beschlußvorschlag mit einer kleinen Einordnung zur Umsetzung der Standards auf Fahrradstraßen vorgestellt. Doch auf die entscheidende Frage, wie der Durchgangsverkehr beschränkt wird, gibt es keine Antwort. Die Beschlussvorlagen beschränken sich auf das Aufstellen von Schildern an Fahrradstraßen oder Markierungsarbeiten und damit den Verzicht auf bauliche Maßnahmen. Das liest sich dann so:

„Der Markierung und Beschilderung der Fahrradstraßen/-zonen gemäß Anlage 1 wird zugestimmt.“

neu aufgetragene Markierung auf der Helmstedter Straße im Mai 2025

Die Markierung von Fahrradstraßen war lange beschlossen und ist stark zu befürworten. Die Markierungen sorgen dafür, dass Radfahrerninnen die Breite der Fahrgasse innerhalb des Straßenraums klar wird und die gefährlichen Bereiche mit Parkständen nicht befahren. Dort kann passieren, dass Leute unvermittelt Autotüren öffnen und Aussteigen, was zu Kollisionen führt.
Konkret wurden solche Arbeiten dann auch am 02.09.25 im AMTA beschlossen für drei Straßen: Hennebergstraße, Wendentorwall und Fallersleber Torwall. Letztere beiden Straßen sind miteinander verbunden und liegen auf der Wallringroute.

Bericht wird zurückgehalten

Die Grundlage für die Arbeit der Stadtverwaltung bildet der Bericht eines unabhängigen Planungsbüros mit einer Analyse und Vermessung aller Fahrradstraßen. Der Bericht liegt schon langem vor. Doch im Gegensatz zum Radwegemängelbericht ist diese Dokumentation bisher nicht öffentlich zugänglich. Höchstwahrscheinlich ist darin die Aussage zu finden, dass viele der heutigen Fahrradstraßen im Bestand mit Autoparkplätzen sich nicht an den Standard einer 4,00m breiten Fahrgasse anpassen lassen, weil dann zumindest einseitig Parkstände entfallen würden.

Gefahr: weniger öffentliche Parkplätze

Die Verwaltung möchte den beschlossenen Standard nicht flächendeckend anwenden, da offenbar Schwierigkeiten befürchtet werden. Ein Bericht zur künftigen Umsetzung wurde im August 2025 veröffentlicht. Dieser umfasst drei Seiten und enthält folgende Karte mit den betroffenen Fahrradstraßen. Die orange gekennzeichneten Fahrradstraßen sind demnach „Problemstraßen“ Die blaue Markierung umfasst Abschnitte, die entwidmet werden sollen, also in Zukunft keine Fahrradstraßen mehr sein werden, um dort den Parkraum erhalten zu können. Auf den grün markierten Bereichen möchte die Stadtverwaltung es bei Markierungsarbeiten bewenden lassen.

Es gibt jedoch massive Probleme mit dem motorisierten Durchgangsverkehr, denn inBraunschweig sind die Fahrradstraßen ausnahmslos Autofahrradstraßen. Das Befahren mit PKW ist nicht auf Anlieger begrenzt, sondern für den Durchgangsverkehr zugelassen, was zu erheblichem Schleichverkehr führt. Auf genau diese Frage gibt es in der Stadtverwaltung keine Antwort. In der AMTA-Sitzung am 02.09.25 gibt es nach Einschätzung der Verwaltung hier kein Problem. Über die gesetzliche Anordnung, dass Autos in Fahrradstraßen nur in Ausnahmefällen zugelassen werden dürfen, geht Stadtbaurat Leuer hinweg. Nachlesen lässt sich das geltende Recht das im nachfolgenden Auszug der Verwaltungsvorschrift der StVO. Dies wird von der Stadtverwaltung ignoriert.

Verwaltungsvorschrift zur StVO
Einer von vielen Dokumenten mit gleichem Inhalt dazu, hier: Leitfaden Fahrradstraßen NRW

Inzwischen hat der ADFC Verkehrs-Zählungen mit dem Ziel durchgeführt, den Anteil an motorisiertem Durchgangs- und Radverkehr in mehreren Fahrradstraßen mit Zahlen zu belegen. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Fahrradstraßen intensiv von Radfahrenden genutzt werden, der motorisierte Durchgangsverkehr jedoch teilweise erschreckend hoch ist, wobei auch Schulwege betroffen sind. Bei der Stadtverwaltung möchte man die Sorgen um illegale Passagen beim Radverkehr nun lieber aussitzen.

Ein Gedanke zu „Verwaltung will Fahrradstraßen einzeln auf Standard bringen – keine Durchfahrtsbeschränkungen“

  1. hach, ich hab gerade Eure neue “Veloroute” Helmstedter Straße gesehen, hier vom Altewiekring zum Marienstift. Gleich an der Einmündung ein riesiges Fahrradsymbol, bestimmt 4m Durchmesser auf dem Asphalt, nur Eure tollen Radfahrer fahren links auf dem Gehweg weiter. Naja, vielleicht ist denen da mulmig in der 30-Zone ohne nennenswerten Verkehr. Oder liegts einfach daran, dass die Radfahrer hier zu doof sind?

    Vielleicht auch daran, dass Ihr vom AD”F”C, VCD, Braunschweiger Forum zu blöd für Radlobbyarbeit seid, da ist nämlich kein Unterschied zu vorher erkennbar, außer wilden Markierungen und der Pseudo-“Fahrradstraße” stadteinwärts. Und der alte Radweg von früher ist ja auch nicht weg, obwohl der schon auf Betreiben des AD”F”C vor fast 15 Jahren entschildert wurde.

    Braunschweig kanns nicht und die tattrigen Senioren vom BS-Forum malen gerade wilde und wirre Ringgeisrouten im Zickzack bei der Unterführung Brodweg in ihren Plan. Irgendwie sollte man mit ca 80 Jahren nicht mehr Radlobbyarbeit machen, sondern besser die Fresse halten. Die machen so lange, bis sie vom Sattel in die Holzkiste fallen und dann neben ihrem Ringgleis Ost liegen.
    Und die übergewichtigen Pedelecfahrer vom AD”F”C sind kaum besser, haben längst ihre Idealvorstellungen von einst übern Haufen geworfen und kotzen ihren geistigen Dünnschiss oben raus. Der neue Pedaleo ist auch der Hit, Frau Gaus macht ne Fancy-Frauentour im Frühjahr, diese Tour sei angelehnt an eine Tour in Italien, nur das diese Tour im Original dort Mitte September ist und die Frauen dort im Gegensatz zum Gausschen Omi-Pedelecgeschwader (mit übergewichtigen, alten Weibern), mit schlanken Damen zwischen 20 und 50 auf Biorädern stattfindet und die Begründern eine Rennradfahrerin ist.

    Und bei der Autozählung auf den Fahrradstraßen plötzlich nach Jahrzehnten der Duldung den Autoverkehr bemängeln, noch Poller fordern, also das, was derselbe Verein im Ringgleispollerkataster vor paar Jahren weg haben wollte und meinte “gelegentlicher Autoverkehr sei zumutbar”.
    Der AD”F”C hier ist ne total unfähige Lachnummer geworden und das knall ich den fetten Pedelecfahrern das nächste mal am Infostand auf den Tisch. Ganz zu schweigen davon, dass im Tourprogamm/Fahrradprogramm garnix mehr ist, was einen interessiert.

    Macht mal ruhig weiter mit Eurem Velorouten-Schnellradwegschwachsinn und dem Ringgleis Ost. Das sind alles unnötige Investitionen, die im Rest des Netzes fehlen, also Mängel, die nicht abgearbeitet werden. Von den Folgekosten wie Beleuchtung und Winterdienst mal abgesehen. Wolltet ihr nicht umweltfreundlich radeln? Mit Versiegelung von Flächen für die Schnellradwege, Ringgleis und den Energieverbrauch für die Dauerbeleuchtung wird die Umweltbilanz Eures verschissenen Drecks-Pedelecs auch nicht besser.
    Ihr seid 10-20 Sonntagsfahrer, die sich hier in 3 Vereinen/Gruppen und einer Sockenpuppe organisiert haben, sonst eigentlich nix zu melden haben, sich wichtig machen und nix können.

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