Resümee „Geschützte Radspur Hagenbrücke“

Unsere erste temporäre Geschützte Radspur wurde heute rege genutzt und hat Straßenschluchten mit befreiten Radverkehr belebt. Auch Kinder waren dabei, alles lief entspannt ab.

Wir wollten mit der Aktion auf die z.T. nur 80cm breiten Huckel-Radwege an der Hagenbrücke westlich des Hagemarktes aufmerksam machen – und darauf, dass diese bei den Planungen zur Neugestaltung des Hagenmarktes, bei der Kfz-Spuren entfallen könnten, ausgebaut werden müssen. Andernfalls konterkariert man die angekündigten Verbesserungen mit unhaltbaren „Radwegen“ aus den frühen 80er Jahren, die eigentlich gar nicht benutzungspflichtig sein dürften.

Außerdem wollen wir die Stadt dazu ermutigen, Radwege neu zu denken – warum immer als Teil des Gehwegs oder als Teil der Kfz-Fahrbahn? Radverkehr verdient eigene Fahrbahnen, wie wir sie in Ziel 3 beschreiben: Baulich getrennt von Fußgängern und Autos, breit genug zum Überholen und ohne nervige Rampen.

Pressemitteilung

Der Kfz-Verkehr floss nebenan im Stop-and-Go weiter, und konnte sich an der Ampel wieder einsortieren. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Hagensmarktes für den Kfz-Verkehr ist tatsächlich, wie der Durchsatz dort ist. Ob ein- oder zwei Spuren an der Hagenbrücke, man kommt ohnehin nur so schnell voran, wie einen die Ampel an der Kreuzung durchlässt.

Wir hatten die Aktion vorher über soziale Netzwerke, Plakate und Flyer angekündigt, es kamen aber auch viele Alltags-Radfaher*innen, die von der Aktion noch nichts wussten und die Gelegenheit, komfortabler voranzukommen, genutzt haben. Einige Eltern haben ihre Kinder mitgebracht, und zusammen die neue Fahrfreiheit ausprobiert. Übrigens, der grüne Teppich ist wiederverwendbar und wartet nun, sicher verpackt, auf seinen nächsten Einsatz.

Danke an alle Helfer, Teilnehmenden und neugierige Alltagsradfahrer*innen!

HABT DOCH MAL DEN MUT.
Beitrag von Radio Okerwelle vom 7.11.2019 vor der Aktion, ein Beitrag von Hauke Dhem.
Mit engagierten O-Tönen von Susanne Gauss („habt Mut“) und Matthias Leitzke („man kann da nicht kneifen“)

4 Gedanken zu „Resümee „Geschützte Radspur Hagenbrücke““

  1. anerkannter Troll

    Ich bin der Meinung, die gestellten Bilder (die Radfahrer in den Bildern Warnwesten sind nahezu alle die „üblichen Verdächtigen“ von ADFC, BS-Forum und Fahrradstadt BS) kann man sich sparen.

    In der Realtität sind Radfahrer teilweise trotzdem auf dem (benutzungspflichtigen) Radweg gefahren. Hier muss man ansetzen, blaue Schilder abmontieren lassen, maximal VZ239 mit „Radfahrer frei“ wäre hier zulässig. In der Gegenrichtung dassselbe.

    Die Stadtverwaltung scheint mir in letzter Zeit unter extremer Schilderitis zu leiden, da wurde (endlich) die Südseite des Heinrich-Büssing-Ring nach vielen Jahren ohne korrekte Beschilderung nun mit VZ241 an jeder Kreuzung in beiden Richtungen ausgestattet, als nächstes kam die Salzdahlumer Straße (Westseite) dran, überall blaue Lollis aufgestellt, dann noch fix mal links vom Bebelhof Richtung netto-Markt das VZ237 (benutzungsplichtige Radweg) gegen 254 (verbot für Radfahrer) aufgestellt.
    Dabei hatte man sich ja mal was dabei gedacht, die radelnden Bewohner des Bebelhofes sollten ja links zum Einkaufen radeln.
    Aber schon an der Schefflerstraße ist wieder kein VZ, sollte da aber bald 254 aufgestellt werden heißt das faktisch, dass es keinen sicheren Überweg für Radfahrer über die Salzdahlumer gibt. Beim Bau der Unterführung neben der Autobahn ersetzte man damit nämlich eine Ampel, die mal dort war.
    Faktisch ändert sich durch die ganzen neuen Verbotschilder an der Salzdahlumer Straße links rein gar nichts, die Radfahrer ignorieren es einfach. Da hat man die Radler einfach viel zu lange einfach so fahren lassen wie sie wollten und duch nicht vorhandene, unvollständige, teils widersprüchliche, unzulässige Beschilderung und Markierungen verwirrt.

    Und noch zwei neue tolle Schilder sind mir zufällig beim Aufbau aufgefallen, „Fahrradstraße“ im Kennelweg, derzeit noch abgedeckt. Auch nicht wirklich gut druchdacht, vorher war da nämlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung 20km/h, mit „Fahrradsträße“ bedeutet das 30km/h, einen Sicherheitsgewinn sehe ich darin also gar nicht, zumal die Beschlderung wieder mal unvollständig und teils nicht für Autofahrer/Radfahrer vom Eintracht-Nachwuchsleistungszentrum/Ringgleis einsehbar ist. Mit der Beschilderung „Fahrradstraße“, ohne Ausnahmeregel wie sie offensichtlich sein wird, wird der Kennelweg zum reinen Radweg, Autofahrer dürften nicht zum Parkplatz, Schwimmbad, Fußballplatz, faktisch wird das dann natürlich von Autofahrern ignoriert werden, für die Überwachung von Verstößen wird eh keiner da sein, Poller erst nach Klagen aufgestellt.
    Eine „Fahrradstraße“ mit Ausnahmeregeln ist außerdem m.E. genauso überflüssig wie ein besonders gekennzeichneter Lastenradparkplatz oder die Umdefinierung der StVO in Sachen Nebeneinanderradeln.
    Naja, warten wir mal ab, bis die schwarzen Tüten von den „Fahrradstraße“-Schildern entfernt wurden, vielleicht wurden die bereits vergessen, habe ja eigentlich damit gerechnet, dass die Schilder zum Monatsanfang zu sehen sind.

    1. Hallo Herr Troll,
      Sie haben Recht, da sind viele Leute mit Westen drauf zu sehen. Das liegt daran, dass wir nicht jeden der drüber gefahren ist um Erlaubnis fragen wollten ob wir sein Bild verwenden dürfen. Aber ich hab das zum Anlass genommen nochmal eins tauschen zu lassen. Vielen Dank, Ihnen alles Gute.

  2. jetzt muss ich doch noch was zum Thema Beschilderung an der Kreuzung Böcklerstraße, Heinrich-Büssing-Ring sowie auf der Salzdahlumer Straße loswerden…..
    Jetzt hat man den Standort des VZ241 an der Böcklerstraße Richtung Bahnhof nochmal um einige Meter an einen seperaten Mast versetzt, also insgesamt wurde da jetzt zwei mal nachgebessert.
    Auf der Salzdahlumer Straße wurde ein altes verblichenes VZ237, welches nur aus der Borsigstraße zu sehen war, zunächst durch ein nagelneues in selber Position ersetzt und nun doch wieder entfernt.

    sorry, für mich sieht das so aus, als ob hier die Linke nicht weiß, was die Rechte tut und das Personal einfach nur schlecht geschult oder angewiesen wurde. Es sieht für mich nicht wirklich nach Professionalität aus, wenn innerhalb weniger Wochen, bzw. Tage Verkehrszeichen immer wieder umgehängt, ausgetauscht und wieder abgebaut werden, ganz zu Schweigen, dass man damit Zeit vergeudet.

    An der Holzmindener Straße stadtauswärts scheint mir das VZ241 auch viel zu weit nach hinten versetzt worden, da hier eine ganz andere Situation besteht, als an der Haltestelle Bebelhof.

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