Das sagt das Hagenmarkt-Gutachten zum Radverkehr

2017 hatte Sturm Xavier zahlreiche Bäume auf dem Hagenmarkt entwurzelt und die Neugestaltung dieses Platzes auf die Agenda der Stadt gesetzt. Grünanlagen, Heinrichsbrunnen, neue Bahnhaltestelle und die Aufwertung der Fußwege und Radverkehrsanlagen – dies steht auf der Agenda.

Für die Planung gab es jedoch bislang eine Hürde: Es gab kein belastbares Verkehrsgutachten. Wie viele Fahrspuren hält die Stadt für nötig, wie viel Platz kann für andere Zwecke umgewidmet werden? Mit der heutigen Vorstellung eines detaillierten Verkehrsgutachten im Planungs- und Umweltausschuss wurde dieser Flaschenhals nun beseitigt.

Mitteilung Verkehrsgutachten zum Hagenmarkt – Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Im Gutachten gab es schon einen Vorgeschmack, wie die konkrete Planung aussehen könnte (siehe Grafik). Wenn man etwas zwischen den Zeilen liest, wird klar, dass dies wohl noch nicht die finale Planung ist. Es soll am 27. Mai noch einen Workshop in der Katharinengemeinde stattfinden und von einem Beteiligungsprozess bei Planung und Umsetzung ist auch die Rede.

Im folgenden eine Betrachtung der Planung aus dem Gutachten.

Vorläufige Planung für den Hagenmarkt aus dem Verkehrsgutachten. Quelle: Stadt Braunschweig
Vorläufige Planung für den Hagenmarkt aus dem Verkehrsgutachten. Quelle: Stadt Braunschweig

Positiv

Radweg mit geteilten Richtungsfahrbahnen unter den Kolonnaden. Quelle: Stadt Braunschweig, Ausschnitt
  • Zweirichtungsradweg auf der Westseite. Im Süden des Platzes sogar mit sagenhaften 3,5m Breite – der Bedeutung als Zufahrt zur Innenstadt Richtung Bohlweg angemessen. Im Norden werden die Richtungen wegen der Kolonnaden kurz getrennt und die Fahrbahnen werden deutlich schmaler (siehe unter Negatives).
  • Durch eine „vollverkehrsabhängige“ Ampelsteuerung kann der Autoverkehr sowohl heute, wie auch in der Prognose für 2030, auf einer Spur pro Richtung abgewickelt werden.
  • In Ost-West-Richtung endlich Radwege in 2m Breite. Es sieht so aus, als würden die heute völlig unzureichenden, schmalen und huckeligen Radwege am Hagenmarkt verschwinden.
  • Der Platz behält etwa seine heutige Größe. Für die Neugestaltung um den Heinrichsbrunnen bleibt gestalterische Freiheit.
  • Die gefährlich enge Verschwenkung des Radweges um die Kemenate herum verschwindet. Hier entsteht ein Radweg auf der heutigen 2. Fahrspur (die dann entfällt).

Keine Verschwenkung an der Kemenate mehr. Quelle: Stadt Braunschweig , Ausschnitt

Negativ

  • Radfahrer*innen werden sinnlos an Ampeln warten müssen. Auf der Nordwestseite gilt rot an der Haltelinie, wie schon heute, streng genommen auch für Rechtsabbieger. Südwestlich der Kreuzung wird, durch die Führung auf die Straße und die Ampel, künftig gar kein freies Rechtsabbiegen mehr möglich sein (siehe Grafik). Das kostet laut Gutachten in Stoßzeiten durchschnittlich bis zu 38 Sekunden. Dies ist ein Rückschritt, der bei neuen Planungen gerade Schule macht (so auch an der Kreuzung Helmstedter Str./Schillstr.).
Warum muss man als Rechtsabbieger hier an der Ampel warten? Quelle: Stadt Braunschweig, Ausschnitt
  • Dann doch Abstriche bei den Breiten: An der Hagenmarkt-Apotheke sind für die getrennten Richtungsfahrbahnen keine Breiten angegeben. Mittels Dreisatz ergeben sich jedoch. ca. 1,7 m (Fahrbahn nach Süden) und ca. 1,5 m (Fahrbahn nach Norden). Das ist zu schmal, unter dem ERA-Regelmaß von 2m, und der Bedeutung dieser Strecke nicht angemessen. Hier bleiben sogar noch ungenutzte Flächen über.
  • Die geringe Breite gen Norden erklärt sich auch durch dort eingezeichnete Parkplätze (oder Taxistände?), sodass dort eine Engstelle verbleibt.
  • Wie MoveBS angeregt hat, würden durch eine Integration der Bahnhaltestelle in den Platz noch mehr Flächen frei und der Platz würde, mit flankierenden Bäumen, eine städtische und großzügigere Atmosphäre ausstrahlen. In der Präsentation und auch in der bisherigen Berichterstattung in der Presse gab es jedoch bisher keine Hinweise, ob diese Variante erwogen wurde. Diese Variante hätte weiterhin den überragenden Vorteil, dass die Querungen erheblich kürzer und übersichtlicher würden. Außerdem müssten Fahrgäste nicht zwischen zwei Autofahrbahnen aussteigen, sondern direkt auf dem Platz.
  • Durch die Positionierung der Straßenbahn in der Straßenmitte wird die Querung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen nicht kürzer im Vergleich zu heute. Überquert werden müssen 3 Fahrspuren und 2 Bahngleise. In der Mitte der Kreuzung sind wieder Aufstellflächen vorgesehen.
  • Ein Radweg wird extra wegen der Caspari-Straße unterbrochen, vermutlich muss man hier auch anhalten. Von dort einbiegende Fahrzeuge können im Stau den Radweg blockieren. Der verbleibende Radweg ist Flickwerk.
Links die Einmündung der Casparistraße. Eine unstete Führung. Quelle: Stadt Braunschweig, Ausschnitt
  • Die Radwege-Kreuzung an der Apotheke bleibt problematisch. Hier treffen mehrere Fahrtrichtungen auf engem Raum unmittelbar an der Kfz-Fahrbahn aufeinander. Die Aufstellflächen blockieren, wie ein Propfen, die Durchfahrt.

Das wird eng werden. Quelle: Stadt Braunschweig, Ausschnitt

Offene Fragen

  • Wie werden die neuen, breiten Radwege an den Bestand angeschlossen, enden sie am Platzrand in den bestehenden, unzureichenden „Lösungen“? Die bestehenden Radwege sind zum Teil in Huckelpflaster ausgeführt, der von Westen ist weniger als 1m breit. Richtung Bohlweg braucht es eine Weiterführung des Zweirichtungsradweges. Ein Radwegenetz muss letztendlich durchgängig sein , denn jedes Provisorium wirkt sich auf die Beliebtheit bei den Nutzer*innen aus.
  • Wie werden die Radwege von den Fußwegen getrennt? Ist überhaupt eine Separation, bspw. per Höhenunterschied oder abgesetzter Pflasterung angedacht?

Fazit

Diese Planung ist erstmal nur Teil des Gutachten, es soll noch diskutiert werden und noch ist nichts gebaut. Die aufgezeigte Richtung enthält entscheidende Verbesserungen für den Radverkehr, Fußgänger*innen und geht in Richtung fairere Flächenverteilung.

Wenn die Umsetzung sich an dieser Planung orientiert, sind jedoch noch Nachbesserungen im Detail nötig. Der alte Platz hatte in seiner Form jahrezehntelang Bestand. Ist der neue Platz erstmal fertig, wird sich so schnell wohl kaum wieder etwas ändern.

Aus ästhetischer Sicht gelingt der große Wurf mit dieser Planung nicht. Denn die Bahnhaltestelle auf dem Platz hätte nicht nur Charme, sie böte auch jede Menge Vorteile. Und nebenbei würde die trennende Wirkung der Verkehrswege damit aufgehoben. Der Platz käme zur Geltung und die Bahnhaltestelle wäre nicht zwischen zwei Fahrbahnen eingeklemmt. Mit der hier vorgestellten Lösung ist noch kein schöner Platz erreicht – immerhin ein etwas weniger schrecklicher.

10 Gedanken zu „Das sagt das Hagenmarkt-Gutachten zum Radverkehr“

  1. anerkannter Troll

    mal so ein kleiner Hinweis von mir, linksseitige Radwege sind nicht mehr anzuordnen.
    Zitat: „33
    1.

    Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften mit besonderen Gefahren verbunden und soll deshalb grundsätzlich nicht angeordnet werden.“ (Zitatende)

    Quelle: http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26012001_S3236420014.htm

    Ich halte das insbesordere bei den Kollonaden auch füe eine gefähliche Sache.

    Grundsätzlich sollten wir auf mehr Linksverkehr und vor allem Stückelungen von linksseitigen Radwegen/Freigaben verzichten.

    1. @anerkannter Troll: auch rechtsseitige Radwege sollen grundsätzlich nicht angeordnet werden und dennoch gibt es sie massenhaft. Das scheunentorgroße Schlupfloch öffnet das Wort „grundsätzlich“.

      1. anerkannter Troll

        Wenn Sie das meinen! Es geht ja um Benutzungsplicht und Sicherheit. Ich halte linksseitig freigegebene oder benutzungspflichtige Radwege innerhalb der Stadt für unsinnig, bis auf wenige Ausnahmen völlig überflüssig und gefährlich, weil PKW-Fahrer mit Radverkehr von rechts immer noch nicht rechnen.
        Das gilt auch gerade für Einbahnstraßenfreigaben in Gegenrichtung wie in der Brabandtstraße oder Gördelinger Straße.

        Wir haben ein Rechtsfahrgebot, das heißt alle sollen im Regelfall rechts fahren. Seit dem man immer mehr linksseitige Freigaben macht, fahren auch immer mehr Radfahrer wie sie wollen, bzw. links weiter wo es zu eng und unzulässig ist.
        Die Polizei hat sowohl die Kontrolle über die Radfahrer, als sicherlich auch die Übersicht über die Freigaben verloren. Ich kann mich an einen Unfallbericht erinnern, wo einem Radler das fahren auf der falschen Seite vorgeworfen wurde. Vor Ort, 300-500m entfernt von der Unfallstelle war aber ein VZ241 links angebracht.

        Die Radfahrer ignorieren auch VZ254 „Verbot für Radfahrer“! Also entweder kapieren die es nicht, was es bedeutet (ich hab schon Falschfahrer gefragt ob sie das wissen, was der rote Kreis um das Rad bedeutet), oder sie ignorieren es wissentlich und werden frech.

        Ich bin auch der Ansicht, dass der Schilderwald ausgemistet werden muss, da gibts an einigen Einmündungen/Kreuzungen 6-8 verschiedene Schilder an zwei Masten die den MIV und Radverkehr regulieren sollen, werden aber kaum noch gesehen weil einfach zu viel des Guten im Schilderwald.

        An anderen Stellen fehlen wiederum Schilder, wurden bei Baustellen oder Schäden abgebaut, nicht wieder angebracht, oder die zuständigen Stellen haben sich die Gesamtsituation nicht angeschaut und falsche bzw. gar keine Schilder angebracht. Es gibt hier durchaus widersprüchliche Situationen in der Radverkehrsregelung und das muss nicht sein.

        Und wir Radfahrer haben Probleme und Schäden viel zu lange hingenommen, es müsste ein Meldeportal für Radverkehrsprobleme geschaffen werden, daraus wird ein Katalog gebastelt, der der Stadt pressewirksam übergeben wird. Das was die Radfahrer bemängeln, sollte nicht mehr intern in Ablage P verschwinden und mit teils lächerlichen Antworten der Verwaltung abgespeist werden. Heute die BZ gelesen? Die Friday-for-Future-Bewegung zeigt wie es geht!

        @Fahrradstadt BS, gebt mal endlich Kette da und nutzt außerdem die Möglichkeiten des Internets und des Facebookaccounts mehr, wenn Ihr die Information über die „Ride of Silence“ an die „Critical Mass Braunschweig“ schickt, werden hunderte mögliche Interessenten und Teilnehmer das lesen. So lange das nur auf Euren Seiten bleibt, können das nicht so viele mitbekommen. Vergleicht das mal mit zwei Fernsehprogrammen, wenn ich auf ARD „Immer die Radfahrer“ mit Heinz Erhardt schaue, kann ich auf MTV nicht das Musikvideo Bicycle Race von Queen sehen und umgekehrt, also verpass ich eines von Beiden.
        Und so ähnlich läuft das auch im Internet, wenn ich das Programm „Fahrradstadt Braunschweig“ nicht sehe, kann ich nicht wissen was da läuft. Wenn ich aber bereits bei „Critical Mass Braunschweig“ regelmäßig nachschaue und mir dann ein „Programmhinweis“ auf „Fahrradstadt Braunschweig gezeigt wird, kann ich daran teilnehmen. Für den „Programmhinweis“ bei CM Braunschweig ist jedoch eigentlich Ihr Personal bei Facebook verantwortlich. Ich kann as außerdem nicht machen, da ich gar keine Account da habe, sonst wär das nämlich schon längst verteilt.

        Alle Unklarheiten verschlimmert?
        In diesem Sinne, weitermachen!

        1. Hi anerkannter Troll,
          ich bin mir recht sicher, dass die Fahrradstadt-BS kein „Personal“ hat. Die ehrenamtlichen Mitglieder dieser unserer Interessenvertretung sind somit auch keine Weisungsempfänger_innen, wie es dein Kommentar vermuten ließe. Über eine breitere Streuung der Informationen und über eine engere Zusammenarbeit aller Braunschweiger Fahrrad-Vereine wäre ich jedoch auch erfreut.

          1. anerkannter Troll

            hallo Isi,
            jeder übernimmt irgendwelche Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit/Presse, Webseite/Facebook. Wenn hr aber keine Abstimmung über Termine erfolgt oder der damit Beschäftigte nicht so recht weiß was er tut oder tun kann um es schnell an „parallele Initiativen“ wie die CM weiter zu verbreiten (Facebook), dann kommt es m.E. zu Verzögerungen.
            Mehr wollte ich damit nicht sagen.

            Viele von uns haben Kontaktdaten bei Strößenreuthers Vortag dem Herrn T….., gegeben, aber auch darüber kam nichts. Da waren hunderte Interessierte, der Raum war übervoll, wo sind die alle geblieben, wieder eingeschlafen?

            Ich bin der Meinung, das hier nicht viel mehr passieren muss, Braunschweigs Radfahrer müssen endlich mal aufwachen und lauter werden. Wir lassen uns viel zu viel gefallen und klopfen der Verwaltung nicht auf die Finger, wenn versprochene Maßnahmen dann doch nicht oder nur unzureichend bis dilletantisch gemacht werden.

    2. Wie Du selbst zitiert hast, gilt das grundsätzlich, dh. da gibt es absichtlich Gestaltungsspielraum. Ja, linksseitige Radwege sind (im Moment) unsicherer, weil ungewöhnlich, man rechnet im Allgemeinen nicht damit.
      Da Du Dich ja auskennst, weißt Du, dass es zurzeit keine Möglichkeit, den Hagenmarkt direkt vom Bohlweg zu erreichen, sondern nur über den Umweg Casparistraße oder Wilhelmstraße. Kann man insgesamt verschiedener Meinung zu sein, aber dieser Zustand sollte nicht bis in alle Ewigkeiten Bestand haben.

      Die Alternative wäre, erst die Straße zu verengen und dann die Straßenbahngleise so zu verlegen, dass beidseite Radwege entstehen können, die Möglichkeit sehe ich jedoch nicht auf dem Tisch.

      Dann noch die üblichen Hinweise auf die fehlende Durchgängigkeit und visuelle Eindeutigkeit der Vorfahrt von straßenbegleitenden Radwegen, zum Teil fehlende Beschilderung von Zweirichtungsverkehr und das Geisterradler auch ein Problem sind. Ansätze dafür liegen überall in der Radfahrcommunity in Präsentationen, hier haperts an der Umsetzung in den Kommunen.

      1. anerkannter Troll

        ja, vom Bohlweg zum Hagenmarkt kommt man legal nur über Casparistraße oder Ritterbrunnen/Wilhelmstraße/Fallersleber Straße. Ich persönlich sehe den „Umweg“ als nicht so schlimm an.

        Was mich stört ist die Stückelung, zwischen JFK-Platz und Waisenhausdamm ist keine Freigabe links, dann Bohlweg-Weststeite bis „Langer Hof“ (und eingeschränkt Dankwardstraße) Freigabe links, bzw. Benutzungspflicht angeordnet. (Auf der anderen Seite hat man uns ja 2005 beim Abriss des Schlossparks den Radweg zum Zwecke des Flanierens vor dem herzöglichen Residenzkaufhaus entwendet.)
        Zwischen Dankwardstraße und Hagenmarkt ist es unzulässig links zu radeln, dann ab Hagenmarkt wieder bis zur Jugendherberge/Geiershagen Linksverkehr.

        In der Praxis ist das so, dass mir dort überall Radfahrer entgegen kommen, egal ob nun an der Stobenstraße/Auguststraße, bei der ehem. Bezirksregierung oder in der Wendenstraße bei der TU.
        Und dem nicht genug, auf der anderen Steite, also Ritterbrunnen-Wilhelmstraße-Wendenstraße ist es auch so. Eigentlich ist es egal, wo man im Stadtgebiet gerade unterwegs ist, ich habe das Gefühl, dass die Linksfahrer immer mehr werden und das ist unabhängig von der Situation am Hagenmarkt oft eine Behinderung und Unfallgefahr.

        Man muss also auch die Gesamtsituation der Radverkehrsführung über mehrere Kilometer betrachten, vielleicht sogar bis in die Wolfenbütteler Straße hinein, es ist zum Teil aus Platzgründen auch noch nicht möglich weitere linke Radwege in der Stobenstraße oder Wendenstraße zu schaffen, defacto wird da aber schon links geradelt.

        Deswegen sage ich, man sollte das Linksfahren unterbinden und auf Freigaben, insbesondere Stückelungen linksseitiger Radwege verzichten. Der gemeine Radfahrer ist durchaus zu bequem nur die Seite zu wechseln, auch wenn rechts ein toller, asphaltierter Radweg ist, dass sollte man ihm abgewöhnen. Korrekte Beschilderung mit Verbotsschildern etc. nützt da leider nichts mehr, die Radler ignorieren das einfach.

        Und einen Gesamtumbau von der Strecke Wendenstraße-Schlossarkadenplatz mit beidseitigen Radwegen und Verlagerung der Straßenbahn in die Mitte halte ich in den nächsten 30 Jahren für utopisch, da man hier zum Teil gerade die Gleise neu gemacht hat. Bis da was passiert, lebe ich nicht mehr.
        Zudem müsste man dann auch Wilhelmstraße-Ritterbrunnen in Richtung Schlossarkadenplatz was machen, am „Bunker“ gegenüber der Schulbehörde ist ja rechts ein Radweg bis zur Fallersleber Straße.

        Ich fahre sehr ungerne links, ist vielleicht aufgrund meiner jahrzehntelangen Gewohnheit im Verkehr auch so. Und ich habe keine Lust, immer wieder da angemotzt zu werden, wo Linksfahren durchaus erlaubt ist.

  2. anerkannter Troll

    Ein Grund, warum ich linke Freigaben und benutzungspflichtige Radwege links nicht mag, ist auch noch, dass man vom Gegenverkehr immer wieder belehrt wird falsch zu fahren, wie heute in der Schillstrasse am Denkmal. Dabei sind die Zusatzschilder mit den Pfeilen groß genug.

    Im Gegensatz dazu zeigen sich die echten Geisterradler oft sehr uneinsichtig und drohen auch mal. Die Polizei hat das nicht mehr im Griff.

    Deshalb bitte keine linken Radwege mehr anlegen.

  3. André Voermanek

    Hagenmarkt

    Sehr unambitioniert die Planung der Stadt/Ackers. Autos sollen in Zukunft weniger werden und dann kann auch die Leistungsfähigkeit für Autos abnehmen. Die Stadt muss da etwas zeitgemäßere Ziele setzen.

    Straßenbahnhaltestelle nordseite sollte an den Platz und nicht eine Insel werden wie MOVE-BS vorgeschlagen hat. Fahrspur für Autos von Westen in Richtung Bohlweg nördlich der Bahn und nur eine Spur.
    Zusätzlich Casparstraße beruhigen für Radfahrer in beide Richtungen öffnen und Fahradweg im Norden des Platzes durchziehen.

    Da müssen wir noch Druck machen gegen die Autotradition

    1. anerkannter Troll

      Herrn Ackers muss man sowieso mal auf seine Fehlplanung am Ägidienmarkt hinweisen, seit dem Umbau stehen da entweder parkende LKW, PKW auf dem Geh- und Radweg, oder es gibt Konflikte mit Fußgängern, weil man aus getrenntem Geh- und Radweg einen gemeinsamen gemacht hat.

      Rund um Bohlweg/Schlosarkaden/Georg-Eckert-Straße hat man uns auch eine Bärendienst erwiesen, Pflasterung der Radwege einheitllich, fast nicht vom Gehweg zu unterscheiden, oder auf dem Schlossarkadenplatz Gehweg mit „Radfahrer frei“. Ich erlebe da häufiger Konflikte und so manch ein Fußgänger versucht die Radfahrer zu belehren, man dürfe auf dem Schlossarkadenplatz nicht radeln.

      Durch diese und andere irrwitzige Maßnahmen entfernt sich Braunschweig immer mehr von einer fahrradfreundlichen Stadt.

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